Ziel der Konzeptstudie war es, Nutzungsperspektiven für die ehemalige Knopffabrik in Schmölln zu entwickeln – als neuen Impulsgeber für die Stadt. Schmölln in Thüringen erlangte Ende des 19. Jahrhunderts internationale Bedeutung als Zentrum der Knopfherstellung. Auf dem historischen Gelände der ersten Knopffabrik der Stadt sollten in der Studie drei zentrale Nutzungsbausteine verbunden werden: (1) eine Kultureventhalle, (2) einen Urban Creative Hub sowie (3) eine Erlebniswelt rund um das Thema Knopf.
Angestrebt wird, das rund 19.000 m² große Areal der Donathschen Fabrik – unter weitgehender Erhaltung der bestehenden Bausubstanz – zu einem wirtschaftlichen und kulturellen Ankerpunkt in der südlichen Altstadt Schmöllns zu entwickeln. Derzeit wird das Gelände gewerblich und zu Wohnzwecken genutzt. Das Areal steht nicht unter Denkmalschutz.
Drei Entwicklungsszenarien werden im Rahmen der Studie vorgeschlagen (1) Kulturforum, (2) Kultur trifft Forschung, (3) Kultur sucht Quartier. Alle Varianten beinhalten neben den zentralen Nutzungsbausteinen auch weitere potenzielle Funktionen wie Verwaltungsstandort, Bibliothek und Gastronomie.
Auf Basis der Bestandsanalyse sowie zahlreicher Rückmeldungen aus Fachkreisen, Politik und Zivilgesellschaft empfiehlt die Studie eine kombinierte Umsetzungslinie, die die Stärken der Varianten 2 („Kultur trifft Forschung“) und 3 („Kultur sucht Quartier“) verbindet. Diese Kombination erlaubt es, einerseits lokal verankerte, kommunale Nutzungen wie Bibliothek, Veranstaltungsräume oder Ausstellungen zur Knopfgeschichte zu sichern – und andererseits innovative Forschungs- und Transferstrukturen mit regionaler wie überregionaler Ausstrahlung zu etablieren.







